KI-Lösungen
KI für Rechtsanwaltskanzleien: Cloud oder lokal?
Künstliche Intelligenz kann in der Kanzlei bei Suche, Analyse und Entwurfsarbeit unterstützen. Entscheidend ist nicht nur das Sprachmodell, sondern der kontrollierte Umgang mit vertraulichen Informationen. KanzleiCore entwickelt zwei Wege: Cloud AI für passende Microsoft-365-Szenarien und Private AI für lokal ausgeführte KI-Aufgaben.
Cloud AI und Private AI im Vergleich
| Kriterium | Cloud AI | Private AI |
|---|---|---|
| KI-Berechnungsort | Rechenzentren des Cloud-Anbieters | Dedizierter Server in der Kanzlei oder vereinbarter privater Infrastruktur |
| Speicherort von Kanzleiakten | Je nach Konfiguration in Microsoft 365 und/oder lokal | Lokal; bei Anbindung von Microsoft 365 technisch hybrid |
| Microsoft-365-Anbindung | Direkt integriert (z. B. Copilot) | Optional über geeignete Schnittstellen, nur nach Freigabe |
| Hardware | Keine zusätzliche KI-Hardware in der Kanzlei | GPU-Server, individuell dimensioniert |
| Dokumentenberechtigungen | Microsoft-365-Rechte; vor Rollout zu prüfen | Rechte-gebundene Suche, Protokollierung, Freigabeprozess |
| Geeignete Szenarien | Strukturierte M365-Nutzung, Meetings, Entwürfe | Bewusst lokale Verarbeitung ausgewählter Dokumente |
| Lizenz-/Betriebsmodell | ab 35 EUR netto pro KI-Nutzer/Monat (Indikation) | ab 990 EUR netto pro Kanzlei/Monat (Indikation) |
Weder ist Cloud-KI pauschal unsicher, noch ist lokale KI automatisch rechtskonform. Entscheidend ist der konkrete Einsatzfall.
Cloud AI
Cloud-KI kann gut zu Kanzleien passen, die Microsoft 365 bereits strukturiert einsetzen. Rollen, Freigaben, Vertragsgrundlagen und Datenzugriffe werden vorher geprüft.
Private AI
Das KI-Modell läuft auf dedizierter Hardware in der Kanzlei oder einer gesondert vereinbarten privaten Infrastruktur. Es kann lokal bereitgestellte Akten durchsuchen und in hybriden Szenarien berechtigt Daten aus Microsoft 365 abrufen.
Die Fachentscheidung bleibt beim Menschen
KI kann Vorarbeit leisten, aber keine anwaltliche Prüfung ersetzen. Ergebnisse müssen fachlich kontrolliert werden; Datenschutz und Berufsrecht sind für den jeweiligen Anwendungsfall zu beachten.
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